ZEITSPIEL - Magazin
für Fußball-Zeitgeschichte


 

Zeitspiel ist das Magazin für die Ereignisse und Entwicklungen im Fußball, die in der gewöhnlichen Berichterstattung keine Berücksichtigung finden.

Wir blicken einerseits nostalgisch auf die „gute alte Zeit“ zurück, begleiten andererseits den Fußball aber auch aktiv auf seinem Weg in die Gegenwart.

Weniger wichtig sind uns Bundesliga und Champions League, WM und EM. Die überlassen wir ruhigen Gewissens weitestgehend anderen Magazinen – haben aber auch zugleich nicht umsonst den Zusatz „kann Spuren von Kommerz-Fußball enthalten“ auf unser Cover geschrieben. 


ZEITSPIEL

gibt es nur im Direktbezug und nicht im Handel

Unsere aktuelle Nummer #23


Vor 30 Jahren gewann Roter Stern Belgrad den Europapokal der Landesmeister. Der größte Erfolg des jugoslawischen Vereinsfußballs war überschattet vom Zerreißprozess des Landes, der sich zeitgleich in rasantem Tempo durch die Teilrepubliken und zwischen die Volksgruppen zog. Während sich Roter Stern in Bari die Krone des europäischen Fußballkönigs aufsetzte, ölten sie in Vukovar, Dubrovnik und Mostar die Waffen.
In unserem Leitartikel blicken wir zurück in das Jahr 1991, das Jugoslawien nicht zuletzt über den Fußball zerriss.

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ZEITSPIEL Newscorner

Fußball in Albanien 

 

Für mehr als 40 Jahre war Albanien ein abgeschottetes Land, das einen rigiden Stalinismus praktizierte, in dessen Zentrum Diktator Enver Hoxha in einem exzessiven Personenkult gehuldigt wurde.

Es gab mehr Bunker als Autos, Kirchen und Moscheen wurden zu Sporthallen und jeder, der auch nur den Hauch von Zweifel äußerte, marschierte ins Arbeitslager. Fußball gehörte zu den wenigen erlaubten Ablenkungen, und nirgendwo in Europa gingen prozentual zur Bevölkerungszahl mehr Menschen in die Stadien als in Albanien.

30 Jahre nach der Revolution von 1990-1991 hat sich Hardy Grüne auf eine Reise durch Albanien begeben. Er traf im ganzen Land auf Fans und Experten, tauchte mit ihnen in die Fußballvergangenheit ab und begab sich auf die Suche nach der Gegenwart. Seine Reise führte ihn in Stadien, in denen einst die politische Revolution ihren Ausgang nahm und in denen heute der Verfall vom traurigen Niedergang des albanischen Fußballs kündet.


Hardy Grüne

Onkel Enver, der Fußball und eine Radreise durch Albanien

352 Seiten

17x24 cm

ca. 400 Farbfotos

ISBN: 978-3-96736-006-6

Für 25 Euro inkl. Porto und Verpackung direkt aus unserem Shop:  https://bit.ly/3grZnNB 


ZEITSPIEL-
Legenden #2


Der zweite Band unserer Buchreihe "ZEITSPIEL-Legenden: Fußballvereine" ist da!
Darin enthalten Porträts der Klubs: Alemannia Aachen, Bremerhaven 93, Freiburger FC, FK Pirmasens, Tasmania Berlin, Blackpool FC, Sportfreunde Siegen, SV Höntrop, SSV Reutlingen 05, Aktivist/Glückauf Brieske/Senftenberg, Phönix Lübeck, Stade de Reims, FSV Salmrohr, 1. FC Lichtenfels sowie Preußen Hameln.
Dazu kommen Kurzporträts von Frechen 20, VfR Osterode, Rotes Banner Trinwillershagen, VfL Neuwied, Düneberger SV, FC Bremerhaven, TSG Harsewinkel, FC Vilshofen, Viktoria Herxheim, BSG Empor Sosa, FSV Optik Rathenow, Orlando Pirates, Chemie IW/Germania Ilmenau sowie SpVgg Ansbach


Das Buch mit 176 Seiten kann ab sofort hier vorbestellt werden. Die Auslieferung erfolgt ab dem 22. September.

Wappenstube


 

 

Ballkani? Da stutzt man dann doch! Ist das eine Verballhornung von „Balkan“? Oder der (missglückte Versuch), „Balkan“ und „Ball“ miteinander in Verbindung zu bringen? Nein! Es ist ein Fußballklubs aus dem kosovarischen Suva Reka, der im Jahr 1947 als FC Rinia gegründet wurde und seit 1965 seinen heutigen Namen trägt. Hintergrund war die damalige Übernahme der Trägerschaft durch das Gummi- und Chemie-Kombinat „Industria e Gomës dhe Kimike – Ballkani“ – „Ballkani“ ist also im Grunde genommen ein Sponsorenname! Zu jugoslawischen Zeiten tummelte man sich zumeist in Provinzklassen, ehe 2000 eine inoffizielle (albanische) Kosovo-Liga ihren Spielbetrieb aufnahm und der FC Ballkani damit nominell erstklassig war. Erstklassig spielt er auch gegenwärtig – nun sogar mit der Möglichkeit, sich für die europäischen Wettbewerbe zu qualifizieren! 


(Dieser Text stammt aus Ausgabe #23 "Jugoslawien 1991" 

 

Essener TB
Schwarz-Weiß


 Was macht eigentlich Schwarz-Weiß?“ Eine Frage, die auch Ex-FIFA-Oberhaupt Joseph „Sepp“ Blatter stellte, als er in Zürich von einem Rot-Weiss-Essen-Anhänger auf den großen Nachbarn des ETB angesprochen wurde.
Auch wenn die erfolgreichen Zeiten von Schwarz-Weiß Essen schon einige Jährchen zurückliegen, strahlen sie immer noch weit über die Grenzen des Essener Südens hinaus und konservieren den Status des DFB-Pokalsiegers von 1959: Schwarz-Weiss ist ein Traditionsklub.
Bis zu 45.000 Zuschauer fasste das Uhlenkrugstadion nach seinem Ausbau Ende der 30er-Jahre; alle Plätze waren 1951 besetzt, als die deutsche Nationalmannschaft 4:1 gegen Luxemburg gewann, und auch die Heimspiele des heute rund 2.400 Mitglieder starken Klubs waren gut besucht. Über viele Jahre gemeinsam mit RWE in der Oberliga West verortet und zuvor in den 30er-Jahren sogar zumeist höher spielend als die Rot-Weißen, wechselten in Essen dann aber die sportlichen Vorzeichen, zog der RWE an Schwarz-Weiß vorbei, reduzierte sich nach und nach das Fassungsvermögen der zunehmend in die Jahre kommenden Heimstätte.
9.950 Zuschauer fasst sie aktuell noch offiziell, 1.400 können auf einem überdachten Sitzplatz Fußball schauen, von denen bei den Heimspielen in der fünftklassigen Oberliga Niederrhein die meisten jedoch unbesetzt bleiben.

Weiterlesen? Dann jetzt Zeitspiel-Ausgabe #23 bestellen und den ganzen Text lesen


Unsere Motivation

Wir lieben Fußball und Fankultur.

Unsere Vision

Es gibt einen lebendigen Fußball unterhalb der Kommerzebene.

Unsere Werte

Wir sind der Fußball. Wir alle.

Team

Was uns verbindet ist die Liebe zum Fußball, der nicht glitzern muss. Für uns findet Fußball aktiv an der Basis statt, nicht passiv wie im Opernhaus. Wir haben unterschiedliche Hintergründe. Einige waren gleich Fans und Stümperkicker, andere Ausnahmetalente und wurden später zu Fans. Wir haben ein Faible für die gesamte Fußballgeschichte, die über das reine 1:0 hinausgeht, wir sind neugierig auf die Randbereiche und jene Teile der Fußballwelt, an denen die Berichterstattung normalerweise vorbei.